Was mal gesagt werden muß... Drucken
Geschrieben von: Kirsten Wagner   
Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 16:26 Uhr

Was mal gesagt werden muss…! 

Anlass zu diesem Schreiben gab mir, Petra Schmitt, u.a. eine Situation kürzlich in einem Zoofachgeschäft.

Ein Mann und seine Frau wollten für ihren Hund ein Stachelhalsband kaufen.

Der Hund war ca. kniehoch und hatte ein Brustgeschirr an.  Der Hund panisch, unsicher und bellte alles an.

Der Hundetrainer hat ein Stachelhalsband verlangt und sie kauften es. Der Händler meinte es müsse stramm sitzen, nur so könne man Disziplin und Respekt erreichen. Bei jeder Aktion die vom Hund kommt kräftig und schnell rucken.

Mir wurde schlecht!

Ich habe die Leute angesprochen. Folgende Antwort kam sofort: „Mit heididei wäre jetzt Schluss. Der Hund würde immer schlimmer werden.“

Ich versuchte zu erklären von falscher Verstärkung, Sicherheit geben  und so weiter, worauf der Verkäufer meinte, die alte Methode ist am sinnvollsten und diese vielen „Möchtegernhundeschulen“ sollen die Finger weg lassen.

In dieses Geschäft gehe ich nicht mehr und werde es auch nicht mehr empfehlen und folgendes möchte ich noch dazu sagen:

 

Der Hund, der beste Freund des Menschen und was wir aus ihm machen.

Warum gibt es so viele verhaltensauffällige Hunde?

Wir vermenschlichen unsere Hunde auf der einen Seite oder wir sind hart, grob und laut auf der anderen Seite.

Wenn nichts mehr hilft kommt dann der Kettenwürger oder Stachelhalsband.

Die Aussagen der Menschen sind „der macht das nicht, der bleibt nicht alleine, der macht alles kaputt u.s.w.“

Das ist unsere Schuld, nicht die des Hundes.

All diese Dinge geschehen, weil den Hunden keine klare und sichere Führung vorgegeben wird.

Dazu kommt noch die fehlende Bewegung und die Hunde sind mit unserer menschlichen Kommunikation überfordert.

Hunden aus dem Tierschutz wird oft Mitleid entgegen gebracht, aber Stärke und Schutz ist das was sie wirklich bräuchten.

Somit senden wir unseren Hunden schwache Energien und machen sie so noch schwächer.

Wir hören den Hunden nicht zu und kommunizieren nicht mit ihnen.

Hunde wollen uns nicht reizen oder machen mit Absicht etwas falsch. NIE!!!

Man muss ihm nur den richtigen Weg zeigen und ruhig bleiben.

Der Hund ist kein Alpha und sie wollen es auch nicht sein.

Hunde überlassen uns die Führung gerne und können dann ihr Leben genießen.

Wir Menschen müssen einfach nur in der Sprache des Hundes zu ihm sprechen und ihm zuhören. Wir müssen uns gegenseitig Respekt entgegenbringen.

Wir müssen lernen mit unserer Körperspannung die Hunde zu lenken.

Hunde können Spannungsfelder sehr schnell erkennen und reagieren darauf.

Ebenso auch auf die Entspannung.

Es ist so einfach sich in dieser Sprache auf den Hund einzulassen. Dazu braucht man keine Leckerchen und auch keine Strafe.

So folgt Ihnen Ihr Hund ganz selbstverständlich und weil er es will.

Leider gibt es zu viele Hundeschulen und jeder kann auch eine aufmachen. Das ist sehr schade weil da einfach viel Unsinn gemacht wird. Hundeerfahrung, weil man seit 10 Jahren einen eigenen Hund hat oder Fernstudium ohne Berufserfahrung.

Oder aber auch die alte Methode: Stachelhalsband und dann mal schnell rucken.

Das kann es nicht sein und schockt mich immer wieder. Hunde leben im Hier und jetzt. Es interessiert sie nicht was war oder ist. Wir können neu anfangen!

Ich kann auf 20 Jahre Hundeerfahrung zurückblicken. Dazu zählt ein Tierpsychologiestudium und lange Zeit das Sammeln an praktischen Erfahrungen und Weiterbildungen. Meine Hundeschule existiert seit 10 Jahren.

Auch ich habe noch nicht ausgelernt.

Ich wünsche Ihnen den richtigen Weg zu finden und so ein harmonisches Leben mit Ihrem Hund im Hier und Jetzt leben zu können. 

Petra Schmitt

PS Hundeschule

für harmonische Mensch-Hund Beziehung