Gesundheit
Katzen mit der Falle fangen - so wirds gemacht! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kirsten Wagner   
Sonntag, den 05. Februar 2012 um 14:04 Uhr

Katzen mit der Falle fangen - so wirds gemacht!

Wichtige Hinweise und nützliche Tipps

Viele Menschen kümmern sich nach Kräften um streunende oder zugelaufene Katzen, sie sorgen auch dafür, dass die Katzen medizinisch versorgt und kastriert sind. Leider sind diese Katzen oft unzugänglich und scheu, selten lassen sie sich widerstandslos fangen und in einen Transportkorb stecken. Hier hilft eine Katzenfalle, die man sich in den meisten Tierheimen, so auch im Tierheim Pfungstadt, ausleihen kann.

Das Tierheim Pfungstadt ist, wie die meisten Tierheime, chronisch personell unterbesetzt und kann keine Mitarbeiter entbehren, um über mehrere Stunden oder gar Tage Fallen zu stellen und eine Fangaktion zu überwachen. Unsere Ehrenamtlichen sind wochentags berufstätig und teilen ansonsten ihre Freizeit zwischen Familie und Tierheim auf. Viele Hilfesuchende sind zunächst verunsichert, wenn wir darum bitten, die Fangaktion selbst in die Hand zu nehmen. Mit der richtigen Herangehensweise ist dies jedoch gut alleine oder mit Hilfe von Nachbarn zu bewältigen. Beachtet man die folgenden Hinweise, räumt man viele Schwierigkeiten schon im Vorfeld aus.

Die Vorbereitung

Kontrollieren Sie, wie viele Katzen Sie einfangen müssen. Machen Sie sich möglichst Notizen über ungefähres Alter und Geschlecht, sichtbare Verletzungen oder Erkrankungen.

Nehmen Sie Kontakt mit dem Tierheim auf und informieren Sie über Ihre Situation. Erkundigen Sie sich, ob für die Anzahl der einzufangenden Tiere Platz genug ist. Sprechen Sie ab, ob die Katzen im Tierheim verbleiben sollen oder an ihren Futterplatz zurückgebracht werden können. Sehr scheue oder verwilderte Katzen sollten möglichst nicht lange im Tierheim bleiben müssen, da sie in Gefangenschaft sehr großem Stress ausgesetzt sind und dadurch mitunter krank werden.

Notieren Sie sich die Öffnungszeiten des Tierheims und fragen Sie nach, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten Sie gefangene Katzen abliefern können. Bei notwendigen Kastrationen oder der Behandlung von verletzten oder erkrankten Katzen ist es erforderlich, einen ungefähren Termin mit dem behandelnden Tierarzt des Tierheims abzusprechen.

Weitere Vorarbeiten

Sorgen Sie dafür, dass Sie am entsprechenden Tag ein Transportmittel zur Verfügung haben. Bitten Sie eventuell Freunde oder Nachbarn, Ihnen beim Transport zu helfen. Bereiten Sie das Auto entsprechend vor (Sitze umklappen) und legen Sie Decken oder Handtücher bereit.

Machen Sie sich mit dem Mechanismus der Katzenfalle vertraut. Falls Sie den Weg zum Tierheim nicht genau kennen, erkundigen Sie sich vorab.

Stellen Sie sicher, dass die Katzen zum Zeitpunkt des Fallestellens hungrig sind. Füttern Sie einen Tag vorher sehr reduziert und besorgen Sie für den Tag der Fangaktion eine besondere Leckerei wie z. B. Tunfisch. Milch, Trockenfutter, Kaustangen oder andere handelsübliche Katzenleckerli sind übrigens eher ungeeignet, da sie nicht stark genug riechen, um Katzen anzulocken.

Wenn nötig, nähern Sie die Futterzeiten der Katzen einige Tage an die Uhrzeit an, zu der Sie die Falle stellen müssen.

Möglicherweise haben Sie nicht sofort Erfolg. Manche Fangaktionen dauern mehrere Tage, einige Katzen gehen sogar erst nach Wochen in die Falle. Stellen Sie sich darauf ein, dass es länger dauert, als geplant. Sprechen Sie mit Ihren Helfern darüber und wappnen Sie sich mit Geduld.

Aufstellen der Falle(n)

Stellen Sie die Falle an den gewohnten Futterplatz, möglichst mit einer Seite an eine Mauer oder halb unter ein Gebüsch. Denken Sie dabei aber daran, dass Sie später die Falle dort wieder herausholen müssen, und zwar ohne dass die aufgeregte Katze dabei flüchtet. Bestücken Sie die Falle mit leckerem Futter – nicht zuviel und bitte keine zerbrechlichen Teller aus Glas oder Porzellan verwenden! - und warten Sie einige Zeit ab. Kontrollieren Sie die Falle nicht zu oft, es reicht, etwa alle 30 Minuten einen Blick darauf zu werfen. Nach Ablauf der von Ihnen vorgesehenen Wartezeit (denken Sie an die Öffnungszeiten des Tierheims!) entschärfen Sie die Falle, lassen das Futter aber darin stehen. Sie können dann eine kleine Portion Futter zusätzlich außerhalb der Falle anbieten. Informieren Sie das Tierheim kurz und fragen Sie nach dem nächstmöglichen Termin.

Die Katze ist in der Falle – was nun?

Auf keinen Fall darf die Katze über mehrere Stunden in der Falle verbleiben, sie sollte möglichst schnell ins Tierheim gebracht werden. Öffnen Sie die Falle nicht! Legen Sie eine Decke darüber, damit sich die eingefangene Katze etwas beruhigt. Transportieren Sie sie vorsichtig zum Auto, das in der Nähe stehen sollte. Achten Sie unbedingt darauf, dass sich die Falle beim Transport nicht versehentlich öffnen kann. Notfalls sichern Sie sie vor Ort mit einer Schnur oder Kabelbindern. Fahren Sie die Katze zum Tierheim. Falls Sie auf der Fahrt niemand begleiten kann, lassen Sie die Falle mit Katze zunächst im Auto und fragen Sie, ob Ihnen beim Tragen jemand behilflich sein kann.

Gut gemacht!

Herzlichen Dank an Cornelia Müller von TiNO für die Erlaubnis, den o.g. Bericht mit auf unsere Homepage zu nehmen.

 
FIP Bauchwassersucht bei Katzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 27. April 2010 um 16:50 Uhr


Erreger: Felines Corona-Virus

Übertragung: über infizierten Kot, Speichel, Urin. Übertragung von der Mutter auf die Welpen (intrauterin). Ausbruch der Krankheit oft erst Wochen bis Monate nach der Ansteckung.

Krankheitsanzeichen: Fieber, Appetitlosigkeit, Abmagerung, flockenartige Ablagerung im Auge(Erguss in der vorderen Augenkammer),
- nasse Form = Flüssigkeitsansammlung in der Bauch- und Brusthöhle, d.h. aufgetriebener Bauch, evtl. Atemnot
- trockene Form = knötchenartige "käsige" Wucherungen auf verschiedenen inneren Organen, v.a. Bauch- und Brusthöhle, Folge: Erbrechen, Durchfall, nervale Störungen möglich

Diagnose: nasse Form: Nachweis der Flüssigkeitsansammlungen, trockene Form: ev. Entnahme einer Organprobe.
bei erkrankten Katzen kann Blut in speziellen Labors eingeschickt werden.
Bei sogenannten FIP-Test werden harmlose Darmviren (Coronaviren) als positiv nachgewiesen, daher als Routinetest nicht empfehlenswert.
NIEMALS ROUTINEMÄSSIG ÄUSSERLICH GESUNDE KATZEN MIT FIP-TEST TESTEN!
Die Anwendung des Test ist nur sinnvoll, wenn der Tierarzt bereits einen Verdacht hat. Dann kann er den FIP-Test ganz gezielt mit anderen Untersuchungen durchführen.

Therapie: hohe Sterblichkeit, Behandlung nicht möglich, allenfalls lebensverlängernd

Vorbeugung: ein in die Nase träufelnder Impfstoff ist verfügbar, Nutzen mehr als fraglich, deshalb nicht empfehlenswert!!!

Kirsten Wagner, Tierheimleiterin
 
Staupe PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 27. April 2010 um 16:43 Uhr

Staupe ist eine Viruskrankheit.

Übertragung: durch Kontakt! (Sekrete und Ausscheidungen infizierter Hunde). Besonders empfänglich sind junge Hunde.

Krankheitsanzeichen: - Fieber, Appetitlosigkeit, - eitriger Augen- und Nasenausfluß, - Bronchitis, Husten (Lungenstaupe), - Erbrechen, Durchfall (Darmstaupe), - Lähmungen, Krämpfe (Nervenstaupe), - Verhornungen der Sohlenballen und des Nasenspiegels (Spätfolgen).

Das Staupegebiss ist ein Zeichen überstandener Krankheit (bräunlich verfärbte Zähne). Es kann bei einer Staupeerkrankung im Welpenalter entstehen. Durch hohes, länger als einen Tag anhaltendes Fieber werden die Zahnanlagen geschädigt. Dies kann jedoch auch bei anderen Infektionskrankheiten im Welpenalter geschehen!

Diagnose: - Anhand der Symptome, - Nachweis von Antikörper im Serum

Therapie: - ev. Immunserum, - je nach Symptomatik, z.B.: fiebersenkende Mittel, - Augentropfen, Schnupfenbehandlung, - Behandlung gegen Durchfall, Erbrechen, Husten,- Antibiotika gegen bakterielle Sekundärinfektion.

Vorbeugung: - Impfung! (2malige Grundimpfung und jährliche Wiederholungsimpfung)

 
Katzenseuche PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 27. April 2010 um 16:42 Uhr

Katzenseuche - feline Parvovirose, Panleukopenie

SEHR ANSTECKENDE KRANKHEIT!

Erreger: felines Parvovirus

Übertragung: durch Sekrete und Ausscheidungen (gegenseitiges Putzen, Abschlecken, gemeinsame Katzentoilette, Futterschüsseln, Decken,etc.) Auch der Mensch kann die Krankheit einschleppen. Durchfallkot ist zum Beispiel hochgradig ansteckend. Das Virus gelangt über den Verdauungs- oder Atmungstrakt in den Körper. Auch intrauterine Infektion ist möglich (d.h. die noch ungeborenen Kätzchen können bereits im Mutterleib infiziert werden).

Krankheitsanzeichen: - meist blutiger Durchfall - heftiges Erbrechen - Apathie, - verweigern Fressen und Trinken, - Fieber (oft über 40 Grad C), - stumpfes Fell, - hochgradiger Wasserverlust (eine zwischen Daumen und Zeigefinger aufgezogene Hautfalte bleibt stehen und verstreicht nicht wie bei gesunden Tieren).

Besonders Jungtiere im Alter von 6 Wochen - 4 Monate erkranken schwer (kann in wenigen Stunden bis zum Tod führen). Kätzchen, die bereits im Muterleib infiziert wurden, können starke Bewegungsstörungen zeigen.

Achtung: Bei älteren Katzen sind symptomlose Infektionen möglich, das heißt die Tiere beherbergen das Virus, scheiden es auch aus, zeigen aber keine Krankheitsanzeichen. Bei Stress kann die Krankheit aber ausbrechen.

 
Schokolade,Knoblauch,Rosinen gehören nicht in den Hund PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 27. April 2010 um 16:41 Uhr

Diese drei für den Menschen Leckerei dürfen Hunde nicht fressen:

Schokolade: ist giftig, Schuld daran sind das Koffein und Theobromin, beide Stoffe sind im Kakao enthalten. Der Hundekörper bräuchte ein spezielles Enzym um diese abzubauen. Der Hund reagiert mit unterschiedlichen Symptomen einer Vergiftung, je nach Größe des Hundes und der verspeisten Menge des Kakaos.

Rosinen + Weintrauben: sind giftig, welche Stoffe dafür verantwortlich sind und welche Fütterungsmenge, ist nicht bekannt! Deshalb auf gar keinen Fall füttern, auch kleinste Mengen nicht.

Knoblauch + Zwiebeln: sind giftig (auch gekocht), enthalten einen Stoff der das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen zerstört. Es kann zu Blutarmut kommen, weil die Blutzellen zerfallen und die Nierenkanäle verstopfen.

 

Allgemeine Giftnotrufzentralen beraten auch bei Tiervergiftungen, zB. für uns die nächste ist in Mainz, Tel. 06131-1 92 40 oder www.giftnotruf.de

 

 
« StartZurück12WeiterEnde »

Seite 2 von 2