FIP Bauchwassersucht bei Katzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 27. April 2010 um 16:50 Uhr


Erreger: Felines Corona-Virus

Übertragung: über infizierten Kot, Speichel, Urin. Übertragung von der Mutter auf die Welpen (intrauterin). Ausbruch der Krankheit oft erst Wochen bis Monate nach der Ansteckung.

Krankheitsanzeichen: Fieber, Appetitlosigkeit, Abmagerung, flockenartige Ablagerung im Auge(Erguss in der vorderen Augenkammer),
- nasse Form = Flüssigkeitsansammlung in der Bauch- und Brusthöhle, d.h. aufgetriebener Bauch, evtl. Atemnot
- trockene Form = knötchenartige "käsige" Wucherungen auf verschiedenen inneren Organen, v.a. Bauch- und Brusthöhle, Folge: Erbrechen, Durchfall, nervale Störungen möglich

Diagnose: nasse Form: Nachweis der Flüssigkeitsansammlungen, trockene Form: ev. Entnahme einer Organprobe.
bei erkrankten Katzen kann Blut in speziellen Labors eingeschickt werden.
Bei sogenannten FIP-Test werden harmlose Darmviren (Coronaviren) als positiv nachgewiesen, daher als Routinetest nicht empfehlenswert.
NIEMALS ROUTINEMÄSSIG ÄUSSERLICH GESUNDE KATZEN MIT FIP-TEST TESTEN!
Die Anwendung des Test ist nur sinnvoll, wenn der Tierarzt bereits einen Verdacht hat. Dann kann er den FIP-Test ganz gezielt mit anderen Untersuchungen durchführen.

Therapie: hohe Sterblichkeit, Behandlung nicht möglich, allenfalls lebensverlängernd

Vorbeugung: ein in die Nase träufelnder Impfstoff ist verfügbar, Nutzen mehr als fraglich, deshalb nicht empfehlenswert!!!

Kirsten Wagner, Tierheimleiterin