Rinti...ein langersehntes Happy End PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kirsten Wagner   
Samstag, den 04. Juni 2016 um 00:00 Uhr

Beim Einzug von Rinti in ihrem ersten eigenen Zuhause, sie kannte bis dato
nur drei Tierheime, kamen keck, mutig und neugierig ihre zwei Mitbewohner
angelaufen und machten sich bekannt. Grobi, der eine Kater, schmiss sich an
Rinti und glitt langsam seitlich zu Boden. Rintis Augen wurden immer größer
und größer, steckensteif sass sie da und rührte sich nicht. Anschliessend wurde
sie aufs gründlichste inspiziert und beschnuppert. Nach knapp 2 Wochen schlafen
sie alle zusammen im Körbchen, kuscheln und lieben sich. Auch Frauchen ist
mit Rintis Entwicklung sehr zufrieden und freut sich über das Trio.

 

 

 

HURRA :-)  VERMITTELT

Ich habe begriffen, dass es reicht, wenn man mit den Menschen zusammen
ist, die man mag.
Walt Whitman

tierische Daten: Mischling, weiblich, kastriert, 40cm, 2 Jahre, geimpft, gechippt

up date 05.11.2015: Schade, schade, dass sich so keiner an Rinti rantraut. Sie hat schon so tolle Fortschritte gemacht, geht mittlerweile mit vielen verschiedenen Menschen gassi. Natürlich ist das noch kein entspannter Spaziergang wo sie ein Schwätzchen halten oder telefonieren können. Nein, sie gehen ja auch mit ihr gassi, d.h. ihre Aufmerksamkeit sollte auch bei Rinti sein. Sie ist noch kein Hund, der mit ihnen auf der Couch lümmelt, nein, sie würde sich das erst einmal eine geraume Zeit aus der Ferne anschauen und drüber nachdenken, wie sich das wohl so anfühlt, mit Mensch auf Couch. Sie bringt sehr nett ihre Freude zum Ausdruck, sie wufft kurz und dreht sich einmal um sich selbst, dann setzt sie sich in eine Ecke und sie darf angeleint werden. Familientrubel, viele Besucher, ist nichts für sie. Sie braucht ein ritualisierte Leben mit einem Mensch, ruhiges Umfeld, Gelassenheit und Fröhlichkeit.

 

05/2015:Rinti ist die Schwester von Ravel und Rika und wir haben sie nun auch noch von einem befreundeten Tierheim übernommen. Rinti ist noch unsicherer und ängstlicher als ihre Geschwister es waren. Da sie in den letzten beiden Jahren keinen Fuß vor die Tür gesetzt hat, keine Leine, Geschirr und Halsband kennt, ist es schon beachtlich, dass sie nun doppelt gesichert gut 15 Minuten mit draussen ist, gassi geht, steht, alles auf sich wirken läßt, sich orientiert und mutig bis panisch eine Pfote vor die andere setzt. Ich bin wirklich stolz auf sie, sie hat schon soviel Vertrauen in doch relativ kurzer Zeit aufgebaut, dass sie nicht mehr versucht zu beissen, wenn ich ihr das Geschirr anlege. Scheinbar automatisch öffnet sich zwar noch ihr Maul, sie schaut dann ganz unsicher, schnappt aber nicht mehr und die Lade geht wieder zu :-). Der sicherste Ort für sie ist natürlich ihr Zimmer das sie mit Snoppy, dem Unängstlichen, teilt. Sie liebt ihn und er gibt ihr Mut und Zuversicht, denn er findet Menschen ja klasse.  Es sind die vielen kleinen Lernschritte, die mich zuversichtlich machen, das Band des Vertrauens, dass mit jedem Tag stärker wird, die Neugier, die die Angst ein wenig verdrängt. Wir werden noch viel Zeit miteinander verbringen, viel üben, Vertrauen aufbauen, Sicherheit entwickeln und jeden Tag ein wenig freier werden. Und auch Rinti (doofer Name, finde ich) wird ihre Menschen finden, die sie weiter fördern und fordern, mit der nötigen Geduld und Gelassenheit und dem richtigen Wissen um Angsthunde. Vielleicht sind Sie es ja?????????

 

08/2015:

Liebe Frau Wagner,

nochmals herzlichen Dank für den schönen Spaziergang mit Rinti. Es hat mich schwer beeindruckt, wie weit sie mit Rinti in so kurzer Zeit gekommen sind. Ich hoffe sehr, dass Rinti doch eines Tages bei Ihnen privat bleiben kann.

Anbei noch ein paar Impressionen von unserem Spaziergang. Vielleicht ist ja auch etwas für ein Update Ihrer TH-Seite dabei.

Liebe Grüße

Christine Warstat

(Frau Warstat war die Patin von Rinti im TH Kassel, netterweise hat sie uns besucht und wir haben einen schönen Gassigang gemacht und anschliessend lecker Kaffee getrunken.)