Gefährlicher Scherz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Joachim Wagner   
Sonntag, den 09. November 2014 um 08:35 Uhr

Aufpassen ist angesagt!

Samstag mittag erreichte uns ein Anruf der Polizei,dass wir mit gewaltätigen Ausschreitungen gegen das Tierheim rechnen müssten. Die Polizei würde verstärkt auf Tierheime achten. Auch andere Tierheime in der Umgebung wurden von der Polizei benachrichtigt. Hintergrund war wohl ein Aufruf auf einer Facebookseite namens  "Hooligans gegen Hunde" , die einem aufmerksamen Beamten auffiel. Auf dieser Seite stand er Aufruf "Am 09. November, also diesen Sonntag, begeben sich deutschlandweit Hooligans gegen Hunde auf die Straße und ziehen mit Fackeln vor jedes Tierheim."

 

 

Erst bei genauerer Betrachtung der Seite fällt auf, dass es sich offensichtlich um eine "Satire" handelt. Zwar ist die ganze Aufmachung szenetypisch und es werden die einschlägigen Symbole verwendet, aber der Inhalt deutet darauf hin, dass es sich nicht um eine echte Seite handelt. Die Slogans lassen vermuten, dass es sich bei Seite um einen schlechten Scherz handelt. Spätestens, wenn man den Links auf der Seite folgt, landet man zum Beispiel auf der Seite "Hunde raus aus Deutschland", bei der es sich klar um eine Satire handelt. Berichte über diese Seite gingen mehrfach durch die Presse.

Dennoch zeigen die vielen -zurecht- empörten Kommentare auf der Seite, dass man sie leicht für authentisch halten kann.

Hintergrund dieser Satire sind Aktionen in der Internetgemeinde gegen Hooligans. Nach der Gründung von "Hooligans gegen Salafisten" sind im Internet viele Seiten entstanden, die versuchen mit Ironie dagegen zu halten.

So gibt es Seiten wie "Hooligans gegen Salat Fix", oder "Hooligans gegen Salamisten", "Hooligans gegen Satzbau" und sogar "Hooligans gegen Hooligans". Diese Seiten sind als Satire leicht zu erkennen, was bei "Hooligans gegen Hunde" leider nicht der Fall ist. Und so bekommt die Gewaltaufforderung gegen Tierheime dennoch Brisanz, weil mögliche gewaltbereite Menschen den Aufruf als bare Münze nehmen könnten und bei der Suche nach Randale, dann doch bei uns landen. Das hat dann eben die Behörden auf den Plan gerufen.

So waren die Polizei -der in diesem Zusammhang unser besonderer Dank gilt-, die anderen Tierheime und auch wir gezwungen trotzdem Vorkehrungen zum Schutze unserer Tiere zu ergreifen. An die Autoren der Seite deswegen der folgende Hinweis: Erst Konsequenzen bedenken, dann publizieren.