Marley PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kirsten Wagner   
Dienstag, den 26. September 2017 um 00:00 Uhr

VERMITTELT

Man kann sagen, fast überall, wo es Glück gibt, gibt es Freude am Unsinn.
Friedrich Nietzsche

 

tierische Daten: Labrador, männlich, kastriert, geb. 06-2015, geimpft, gechippt

up date 26.09.2017:(von Lisa Geissler)

Es ist mir eine Herzensangelegenheit meine Sicht auf Marley zu schildern. Ich arbeite nun seit mehreren Wochen mit ihm und bin wirklich begeistert. Er ist ein prima Gefährte, der sich gerne an Regeln hält. Er stellt sie nicht in Frage, im Gegenteil.  Während wir einen schmalen Waldweg laufen soll er hinter mit bleiben. Beim dritten Mal hielt er ohne Aufforderung an bevor man in diesen Weg abbiegt, ließ mich überholen und ordnete sich ganz selbstverständlich hinter mir ein, wie er es gelernt hat. Er stürmt nicht mehr an mir vorbei sobald sich eine Tür öffnet, andere Hunde interessieren ihn auf Entfernung nicht, ein kurzes „Marley komm lass“ reicht und er schließt sich mir an. Bei direkter Hundebegegnung fällt es ihm (noch) leichter wenn er im „Sitz“ oder „Platz“ bleiben darf, statt frontal auf den anderen Hund zuzugehen. Darf er liegen oder sitzen führt er „Schau“ (mich ansehen) zuverlässig aus und ignoriert den vorbeilaufenden Hund. Begegnungen mit Menschen, die ihm unheimlich sind, z.B. Männer mit Hut, Sonnenbrille, Schirm und Gehfehler verlaufen problemlos. Und ja, genau solch ein Exemplar ist uns begegnet beim Gassi gehen und hat uns dann auch noch angesprochen! Sehr gruselig aus Marleys Sicht. Aber auch da nimmt er Kontakt mit seinem Mensch auf, nimmt das Kommando an hinter mir zu bleiben und wartet dort brav bis die Situation vorbei ist. Ein Besuch beim Tierarzt verlief auch völlig problemlos und sogar unseren Hausmeister hat er in´s Herz geschlossen ;)

Ich habe hier zuhause einen Terrier, der auch noch nach acht gemeinsamen Jahren die Grundregeln hinterfragt. Dinge, die für Marley jetzt schon selbstverständlich sind. Ein Seelenhund, das verspreche ich Ihnen. Es gibt nicht viele Hunde, bei denen ich „wenn ich könnte wie ich wollte“ denke, aber Marley ist so einer. Lernen Sie ihn kennen, Sie werden es nicht bereuen!

06.09.2017

Marley & ich ... Wer kennt es nicht, das Buch und den Film dazu. Sicher hat
Marley seinen Namen daher. Inspiriert durch die lustige Geschichte eines Labradors, der als
Welpe einzieht und seine Menschen durch´s Leben begleitet, bis zu seinem Ende.

Tja… viel mehr als den Namen hat „unser“ Marley nicht mit dem Hund des Buches gemeinsam.
Seine Geschichte brachte ihn zu uns. Was vorher vorgefallen ist, was ihn zu dem gemacht hat
wie er jetzt ist wissen wir nicht genau, obwohl er als Abgabehund zu uns kam.

Marley hat gelernt sich zu verteidigen, sich größer und gefährlicher wirken zu lassen, er hat
gelernt was Hund tun muss um in Ruhe gelassen zu werden. Er hat schnell gemerkt, dass er
das hier bei uns nicht nötig hat. Was er aber nötig hat ist Training, das bekommt er hier bei
uns und wird es auch weiter brauchen.

Man muss sich lösen vom Bild des immer gut gelaunten, alle Menschen liebenden Labbis
und IHN ansehen. Im Kern hin- und hergerissen braucht er eine gesunde Mischung aus
Distanz und Nähe, aus Wohlwollen und Konsequenz, aus fordern und fördern. Härte ist
hier unangebracht, ebenso veraltete Ansichten wie „auf den Rücken drehen“,
„zeigen wer das Sagen hat“ usw. Er zeigt eine erlernte Aggression, ganz heftig in Bezug
auf Füttern aus einer METALLschüssel. Ob versucht wurde ihn damit zu erziehen oder zu massregeln,
wir wissen es nicht. Aber es liegt nahe. Durch Füttern aus einem Kunststoffnapf gibt es keine Aggression mehr.
Jedenfalls ist es angebracht durch eine ruhige und souveräne Art ihm Grenzen zu setzen.
Er lernt gerade sich am Menschen zu orientieren, macht prima mit und entwickelt neue Strategien
zur Stressbewältigung.

Wenn er jemanden in´s Herz geschlossen hat (und das fällt ihm bei Frauen deutlich leichter),
ist er wirklich ein Pfundskerl (nicht nur körperlich :-)) und Mensch kann mit ihm durch dick und
dünn gehen.
Marley hat eine enorme Entwicklung gemacht seit er bei uns ist, nun suchen wir SIE um das weiter
zu führen. Marley ist kein Anfängerhund und wird auch nicht an solche vermittelt. Mit Hunden
ist er verträglich, falls schon ein Hund vorhanden ist wünschen wir uns eine souveräne Hündin für ihn.