Pipo...die Supernase PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kirsten Wagner   
Sonntag, den 26. März 2017 um 00:00 Uhr

VERMITTELT

Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen,
nicht in den der Menschen.
Mark Twain

26.03.2017:

Nach der zwei- wöchigen Testphase hat sich nun gezeigt, dass Pipo die Aufgaben eines Diabetiker- Warnhundes nicht erfüllen kann.

Zunächst konnte Pipo die Übungen gut umsetzen und reagierte gut auf die Sichtkompresse. Er hat jedoch den reinen Duft der Kompresse nicht als wichtig erkannt. Dadurch hat er sich nicht als geeignet erwiesen. Ein Hund wird von Michael Plotzki nur als Diabetiker Warnhund ausgebildet, wenn er auf den Duft der Kompresse konditionierbar ist und ein sogenanntes Anzeigeverhalten sicher beherrscht, bzw. wenn er die Kompresse eindeutig erkennt.

Pipo wurde von Michael Plotzki adoptiert. Lachend Pipo ist ein überaus sympathischer und gelehriger kleiner Charmeur und Gefährte.
Wir wünschen dem liebenswerten Kerlchen alles Gute.

 

tierische Daten: Mischling, männlich, Langhaar, geb. 01-2016 , 35cm, geimpft, gechippt

Während meines Tierheimbesuchs stellte ich wieder mal mit Erstaunen fest, zu welchen sensorischen Höchstleistungen auch Tierheimhunde fähig sind. So hat mich  Pipo beeindruckt, der, von Michael Plotzki, unter anderem Ausbilder von Assistenzhunden, zur möglichen Ausbildung eines Diabetiker Warnhundes ausgewählt wurde.

Ein Diabetiker Warnhund warnt vor der Unterzuckerung eines Diabetikers, indem er meldet, wenn der Blutzucker unter einen bestimmten Wert fällt. Hunde sind dazu in der Lage, da sie anhand des Geruchs von Atem oder über Schweißabsonderungen eine Über- oder Unterzuckerung erkennen können.

Michael Plotzki erzählte mir, dass zwar alle Hunde naturgemäß über einen ausgezeichneten Geruchssinn verfügen, es müssen jedoch noch andere Voraussetzungen erfüllt sein, damit ein Hund gezielt die Aufgabe eines Diabetiker Hundes meistern kann. Dazu braucht es bestimmte Charaktereigenschaften wie: Spass am Spiel, eine gewisse Beharrlichkeit am Spiel dran zu bleiben, Neugier, eine gewisse Intelligenz und vor allem ein sogenanntes Anzeigeverhalten. Dementsprechend wollte er, um herauszufinden ob Pipo für solch eine Ausbildung geeignet ist, ihn zuvor testen.

Nach einer „Aufnahmeprüfung“ bestehend aus Übungssequenzen, die von 10 minütigen Pausen unterbrochen wurde, zeigte der quirlige und liebenswerte Pipo ein deutliches sich zunehmend entwickelndes Anzeigeverhalten. Er meisterte die Übungen mit Bravour.

Damit hatte sich Pipo für eine weitere Testphase von 14 Tagen qualifiziert. In dieser Phase wird nun letztendlich festgestellt, ob Pipo sich für die intensive und langwierige Ausbildung von 8- 12 Monaten eignet.

Zu den Aufgaben eines Diabetiker Hundes gehören die Anzeige eines bestimmten Blutzuckerwertes und ggf. Notfallmaßnahmen bei einer Unterzuckerung. Zu den Notfallmaßnahmen gehören das Bringen eines Blutzuckermessgerätes und kohlenhydrathaltiger Nahrungsmitteln (wie Cola, Traubenzucker). Auch wecken sie betroffene Menschen im Falle einer Unterzuckerung und lernen Hilfe zu holen.

Nun sind wir alle gespannt, ob Pipo seine Test- und Übungsphasen bewältigen wird. Falls nicht wird sich sicherlich eine Familie finden, die ihn genügend beschäftigt und geistig auslastet, damit Pipo in seinem neuen zuhause ein zufriedener und ausgeglichener Hund sein kann.